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Monatsarchiv für Oktober 2008
Gedichte
30. Oktober 2008

Viertel nach Acht

Uhr

Es ist Viertel vor Acht
Oder ist es halb neun
Egal
Alles was zählt
Das bist ganz allein du

Ich ziehe an der Zigarette
Und bin erleichtert
Bin voll da
Ganz plötzlich

Eigentlich rauche ich nicht
Doch heute brauch ich es
Nicht wegen dir, nicht wegen gestern
Wegen der Welt?
Der Lage an sich
Ich bin ratlos

Du weißt keine Antwort
Ich beginne zu fragen
1000 Fragen
Du meinst es ist zu spät
Zum denken
Es zähle alleine der Moment
Nicht das Morgen, nicht das Gestern

Ich versuche zu schlafen
Um viertel nach Acht
Doch es ist zu früh
Ich bin ruhelos
Grübele weiter
Bis halb elf und
Schlafe

Gedichte
23. Oktober 2008

Der Baum

Der Baum wächst
Der Baum gedeiht
Der Baum wird zum Riesen
Neue Verzweigungen bilden sich
Blätter sterben ab, Äste fallen ab
Es wird Herbst
Es wird kalt
Winde wehen
Der Baum bleibt stehen
Selbst als Stürme wehen
Tief verwurzelt im Boden
überdauert er die Zeit

Gedichte
4. Oktober 2008

Der Anruf

TelefonErreichbar Tag und Nacht
Endlose Stimmen, Endlose Gedanken
Ferne, die zu Nähe wird
Innerhalb eines Augenblickes
Meilen überbrückt werden

Das Telefon in der Hand
Deine Nummer gewählt
Einsatzbereit jederzeit
Um dich zu hören
Nur einen Druck entfernt

Doch du nimmst nicht ab
Deine Stimme fremd
Wiederholend, regelrecht Frustrierend
Ein Pipen, Warten, Ende

Bist du da? Willst du mich nicht hören?
Ich beginne zu fluchen, zu weinen, zweifeln
Doch nichts ändert sich
Stunden vergehen
Ohne dich

Ein letztes Mal will ich es probieren
Wähle deine Nummer
Werde verbunden, zittere
Dein Atmen, deine Stimme
Dein Akku war leer
Ich bin erleichtert
Du bist bei mir