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Monatsarchiv für Januar 2009
Gedichte
26. Januar 2009

Gestrandet

InselWellen rauschen im Einklang
Brausen Wasser an den Strand
Kraftvoll mit lautem Zischen
Allgegenwärtig und unüberhörbar

Treibholz wird angespült
Dinge verloren auf hoher See
In einer stürmischen Nacht
Verteilt an einer Stelle

Nur ich und ich beieinander
Das Meer um uns geschlungen
Ein Ausweg zu entkommen in weiter Ferne
Manchmal meine ich deine Stimme zu hören
Doch in Wirklichkeit ist es nur das Meer
Welches einen Streich spielt
In Wahrheit ist keiner ist da
Ich bin gestrandet und allein

Gedichte
19. Januar 2009

Wind

Wind

Winde treiben Menschen an
Erzeugen Wärme und Energie
Die Jeder zum Überleben braucht
Du und Ich
Tagein und Tagaus

Winde brausen auf
Wehen Wolken weg
Welche sind voller Spannung
Wahrscheinlich kurz vor der Entladung von
Wut, aber auch Massen von Wasser

Je stärker sie werden, umso
Größer sind ihre eigenen Folgen
Was vorher positiv, kehrt um
Kälte statt Wärme
Zerstörung statt Entspannung
Teilung von Dingen, die unwiderruflich zusammengehören
Wegwehung bekannter Angelegenheiten in die Ferne

Unwiderruflich?
Für immer?
Ich schaue in die Ferne
Während meine Gedanken hinwegwehen
Getragen vom Wind

Gedichte
12. Januar 2009

Trumpf

Spielkarten

Bomben explodieren
Reißen Menschen zu Boden
Knallende Lauten zerschmettern die Ohren
Splitter zersplittern die Herzen
Rauben den Überlebenden die letzte Hoffnung
Auf Seelenfrieden

Schuld daran sind nur wenige
Die Mehrheit schuldlos
Mitgerissen durch die Wut und den Schmerz
Jedoch hilflos der Gegenwehr
Ohnmächtig am Boden liegend

Der Zufall ist der Gegner aller
Der Trumpf der Täter
Ruhe herrscht nur kurz
Bis die nächste Karte gespielt wird
Überraschend die nächste Bombe
knallt