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Monatsarchiv für Februar 2009
Gedichte
22. Februar 2009

Dschungel

Dschungel

Ein unüberschaubares Meer von
Urwaldriesen überschattet den Himmel
Verdunkelt ihn Regelrecht
Sonnenlicht streift nur mühsam
Den Säum der engen Straßen
Welcher sich durch das Meer zieht

Gesänge von exotischen Vögeln
Schrille Schreie von brüllenden Affen
Hallen durch den Dschungel
Mischen sich mit den dumpfen
Schritten herannahender Ameisenhorden
Welche emsig ihrer Arbeit nachgehen

Die Luft ist stechend
Beißt sich fest in der Nase
Und lässt Augen tränen
Die Gefahr durch gierige Schlangen
und hungrige Tiger groß
In jeder Ecke lauert sie

Nur die Angepassten überleben
Die Anderen hingen werden überrannt
Und von Parasiten ausgebeutet
Wer sich jedoch einmal eingenistet hat
Geniest das reichhaltige Nahrungsangebot
Und kommt schwer wieder weg

Gedichte
16. Februar 2009

Abschied

GarderobeDas letzte Lied des Abends beginnt zu spielen
Die ersten Tische werden abgeräumt
Die letzte Runde wird gegeben
Die ersten verlassen die Tische

Abschied naht
Zeit vergeht schnell
Lachende Gesichter verzerren
Wandeln sich langsam ins Gegenteil

Die letzten Augenblicke werden genossen
Ehe die letzten Takte erklingen
Den Abschied einläuten
Du mich verlässt

Gedichte
9. Februar 2009

Lichter

LichterLichter
Erleuchten die Dunkelheit
Und Spenden Wärme in einer kalten Welt
Vertreiben Gefährliches
wenn man sich ihnen nähert und
sich auf sie einlässt

Lichter
Gefährden die Gemeinschaft,
wenn sie außer Kontrolle geraten
unkontrolliert um sich greifen
von einen auf den anderen Moment
Lichterweise niederbrennen

Manche
Lichter
Können gelöscht
Dadurch kontrolliert
und zur Nutze gemacht werden

Andere
Lichter
Verselbstständigen sich
Unberechenbar
Schnell und gefährlich

Ein Einschreiten nur möglich
Wenn Rechtzeitig und kontrolliert
Andernfalls ist es zu spät
Die Nacht dann licht,
aber kalt und unnah trotz
Lichter

Gedichte
2. Februar 2009

Echte Schritte

Grüne AmpelBis 10 Zählen
Sich im Kreis drehen
Vorsichtig die Augen öffnen
Nachdem die Binde der Illusion abgenommen wurde
Der Realität entgegensehen

Festhalten und bedacht
die ersten Schritte in die Welt wählen,
denn sie können anfangs mühsam
und wackelig sein
Doch schnell wird Routine einkehren

Die ersten Hürden werden überwunden sein und
Du wirst die Welt mit anderen Augen sehen
Du musst dich nur trauen
Dann das Spiel beginnt
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