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Monatsarchiv für März 2009
Gedichte
26. März 2009

Alarm

Qualm

Ein Knistern
Verrauschte undeutliche Stimmen
Schallen aus der Ferne
Unbestimmt

Qualm steigt auf
Und brennt sich in den Augen fest
Macht das Sehen und das Atmen schwer
Orientierungslos

Eine Flucht unwirklich
Aber die letzte Rettung
Nicht vollkommen zu vernebeln
Ich springe aus dem Fenster

Werde im letzten Moment aufgefangen
Während hinter mir alles weglodert
Und im Rausch untergeht
Unwiderruflich

Gedichte
12. März 2009

Mitläufer

Jemand beobachtet dich
Jederzeit und überall
Nie bist du alleine
Immer unter Vier Augen
Und Stimmen überall
Jeder deiner Schritte wird mitgegangen
Verlaufen kannst du dich nicht
Dein Ziel ist mein Ziel
Denn ich beobachte dich
Immer und überall

Gedichte
3. März 2009

Die erste Geige

Geige
Er zieht seine Geige
aus dem Geigenkasten
Virtuos gespielt
Lässt er die Leute tanzen
Nach seinem Takt und seiner Stimmung
Während er ihnen mit einem Grinsen zublickt

Nebenspieler duldet er nicht
Denn er spielt die erste Geige
Er alleine gibt den Ton an
Andere unterstützen sein Spiel allenfalls
Und tragen sein Spiel weiter
Wer Kritik übt wird übertönt

Der Klang seiner Gedanken variiert
Behält aber immer eine unverkennbare Note
Sein Spiel jedoch unberechenbar
Gestürzt von Harmonie, die sich im Laufe der Zeit
Immer mehr zur Disharmonie entwickelt
Eine Melodie welche anfangs fröhlich,
dann immer mehr mit düsteren Resonanzen durchsetzt wird
Jedoch immer eingängig und voller Raffinesse, die die Menschen
Im Rausch der Klänge ohnmächtig mitreißt
Und sie in Extasse versetzt

Sein Konzert geht bis in die Morgenstunden,
Ehe es wieder von vorne beginnt
Schlaf ist selten, denn Schlaf bedeutet Ruhe
Im Schlaf kann nicht getanzt werden
Und er liebt es doch so sehr,
wenn die Menschen nach seiner Geige tanzen
Tag und Nacht