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Monatsarchiv für April 2009
Gedichte
21. April 2009

Mahlzeit

BesteckIch bin hungrig
Und ersehne das Essen
Das bereitet wird
Und mich erfüllt
Tag und Nacht

Manchmal geht es etwas schief
Und Sachen gehen zu Bruch
Zersplittern in Tausend Scherben
Müssen mit Kleber gekittet werden
Ehe jede Reparatur zu spät ist

Doch wenn ich einmal anfange zu kosten
Vergesse ich alles um mich herum
Und genieße den einen Moment
Das einmalige Geschmackserlebnisses
Meines Lieblingsgerichtes

Irgendwann ist es aufgezehrt
Und ich lasse mich satt in Bett fallen
Und sehne die nächste Mahlzeit herbei
Das nächste Mal mit dir
Lecker und erfüllend

Geschichten
10. April 2009

Filme statt Drogen

FernseherEs gibt Tage, an denen ich stundenlang die Fernbedienung meines DVD-Players in der Hand halte und stets immer die gleiche Taste in regelmäßigen Abständen betätige. Fast schon Apathisch. Fast schon krank. An solchen Tage suche ich mir dann einen bestimmten Film aus meiner Sammlung und schaue die meiner Meinung nach beste Szene des Filmes immer und immer wieder an, bis ich sie mitsprechen kann und eins mit der Szenerie geworden. Meist geht es einfach und innerhalb von 2 bis 3 Durchläufen fühl ich mich als Texas-Ranger, wahlweise auch als Opfer eines mordhungrigen Psychopaths auf der Flucht. Manchmal jedoch dauert es bedeutend länger. Gewöhnlich hat es in diesem Fall 2 entscheidende Gründe. Einerseits, wenn die schauspielerische Leistung den Boden berührt und dann ins Bodenlose abdriftet, so dass eine Identifikation aufgrund einer monotonen blechendern Darstellung schwieriger wird, als einer Vorführung in der Grundschule, die nötige Klasse zu zusprechen. Anderseits, wenn ich an solchen Tagen dauernd gestört werde. Durch Daueranrufe meiner Freundin von der Arbeit, die mich ständig danach fragt, wie es mir geht und was ich gerade mache. Anrufe in regelmäßigen Abständen. Immer und immer. Es ist ja nicht so, als dass ich ihr nicht morgens mehrmals eingerichtet habe, mich nicht zu stören, weil ich mich mit Bildern berauschen will. Nein. Das hat sie ja vergessen. Am liebsten würde ich sie in solchen Momenten einfach ausstellen, so wie ich die Klappe des Players öffne, wenn ich keine Lust mehr auf dem Film ab. Doch Film und Realität sind ja bekanntlich immer noch zwei verschiedene Welten. Leider.

Gedichte
2. April 2009

Schlüsselsuche

Schlüssel
Manche Türen bleiben vielleicht für immer verschlossen
Obwohl sie scheinbar jedem Offen stehen
Da Schlüssel überall liegen
Um sie einfach zu öffnen
Einzutreten

Doch das Schloss ist verborgen hinter der Emaille
Und muss erst einmal gefunden werden
Ohne die Tür zu demolieren
Vorsichtig abzutasten die einzige Möglichkeit
Ehe die verschieden Schlüssel ausprobiert werden können

Nur wenige Schlüssel passen überhaupt ins Schloss
Immer besteht die Gefahr, dass das Schloss verkantet
Und nachher die Tür nur noch mit Gewalt geöffnet werden kann
Schwere Konsequenzen folgen
Alles umsonst war

Doch ist der richtige Schlüssel einmal gefunden
Kann ein und ausgegangen werden zu jeder Zeit
Die Mühe ist dann schnell vergessen
Wenn du es dir gemütlich gemacht
Schlussendlich