Fassade

Erste Stücke bröckeln
Fallen leicht, fast unbemerkt
Von der mächtigen und der prächtigen
Weit empor reichenden Umkleidung
In die Züge der Nachbarschaft
Im Laufe der Zeit
Nagen immer mehr Angelegenheiten,
Schwerwiegende, aber auch vermeintliche Leichtigkeiten
An der Pracht der Fassade
Und machen sie porös.
Irgendwann ist vom damaligen Glanz
Kaum noch was übrig
Und dein wahres Gesicht kommt zum Vorschein
Statt glorreicher Emporen und verzierter Giebel
Dominieren Stinkender Dreck und brüchige Mauern
Dein wahrhaftes Angesicht
Die ehemalige Pracht nur ein falscher Schein
Doch schlussendlich durchschaut
Kannst du niemanden mehr in deinen Bann ziehen
Und nur drauf warten, dich von Grund auf zu renovieren
Oder doch abgerissen zu werden

Niemand kann dich sehen