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Monatsarchiv für März 2010
Lose Gedanken
29. März 2010

Unvollendet und Unveröffentlicht #3

PuzzleLastenzug
Minutenlang dreht er an der Kurbel, um das Seil zu strafen. Mit jedem Moment wird es länger und fester. Seine Kraft schwindet Schließlich ist das Seil bereit, um die schweren Last am Boden zu hieven und im Speicher zu verstauen. Er versucht seine letzte Kraft zu mobilisieren. Doch es gelingt ihm nicht. Er ist zu schwach. Während er erneut an der Kurbel dreht, sprint das Seil ruckartig zurück. Die Last schmettert auf den Grund zurück und er fällt unter der Last des Versagens kraftlos zu Boden.

27.06.2009

Ohne Titel
Es klingelt
Laut
Schrill
Nervtötend
Ununterbrochen
Jederzeit

Es sind immer dieselben
Fragen
Gesichter
Zeiten
Wünsche
Dringlichkeiten

Meistens wird die Tür
Direkt
Unerwartet
Gewaltsam
Schnell
Wieder
Geschlossen und es herrscht Ruhe

18.06.2009

Die Kiste
Eine Kiste voller Magie
Lange verschlossen
Darauf wartend geöffnet zu werden
Unbeobachtet
Gepfercht in einer Ecke
Leise

Laut
Die Erwartungen, die gestellt werden
Die Macht, mit der die Kiste geöffnet werden muss
Der Inhalt, der in der Kiste schlummert?
Die Hoffung, die Welt ersehnt
Die Ungeduld

Die Spannung steigt
Die Spannung steigt
Laut
Die Kiste wird geöffnet
leer
Leise

11.05.2008 – ursprünglich vorgesehen als E-05

Gedichte
22. März 2010

Sterne

SterneSterne leuchten
Geben Orientierung
Im Dunkel der Nacht
Wenn man sich verirrt hat

Doch greif nicht nach den Sternen
Sie hängen zu weit oben
Eine Leiter reicht nicht aus
Ihnen nah zu kommen

Auch wenn sie dir nah scheinen
Auch wenn du von ihnen träumst
Es ist nicht so
Du wirst sie nicht erreichen

Du kannst sie nur betrachten
Sie sind fernab unserer Welt
Milliarden Kilometer weit
In weiter Ferne

Betrachte lieber die Erde
Sammele unsere Sterne
Sie sind vielleicht weniger hell
Doch leuchten sie nicht nur nachts
Nur wenige Stunden eines Lebens
Befinden sich zudem in Nähe,
So dass du sie nur greifen musst,
Um erhellt zu werden
Dauerhaft

Gedichte
15. März 2010

Der Hund in mir

HundMein Magen bellt
Lauter und Lauter
Kaum noch überhörbar
Will spazieren geführt werden
Die Straße der Hungerlust

Gerade erst gefüttert
Doch lange nicht satt
Zehrt er an den Nerven
Ungezähmt und bestimmend

Er will der Herr des Handelns sein
Zurückweisungen akzeptiert er nicht
Beißt sich lieber fest,
um an seine Lüste zu erinnern
um endlich voranzugehen

Ein regelrechter Kampf
Mühsam und lang
Ihn zu überwältigen
Seinen Lüsten nicht nachzugehen

Selbst wenn er dann schwach liegt
Und friedfertig zu träumen scheint
Ist der Kampf noch nicht zu ende
Denn jede Unachtsamkeit versucht er zu nutzen,
Um doch noch die Überhand zu gewinnen

Gelingt es ihm nur einmal Herr zu sein
Wird er es immer häufiger versuchen
Und aufgrund Unbestimmtheit gewinnen
Also gib nicht nach – denn es wäre der Anfang
Arbeite

Gedichte
8. März 2010

10 Wege

Kolosseum10 Küsse
10 Gedanken
10 Emotionen
10 Umarmungen
10 Zärtlichkeiten
10 Minuten
Die einen fassen
1 werden lassen

Die vorherigen
100 Probleme
100 Streitereien
100 Demütigungen
100 Stunden
Wie weggeblasen
Für immer und fort

Getrennte Wege
Wege in gegensätzliche Richtungen
Führen nun zu einer Stelle
Vereint an einem Ort
Irrungen und Wirrungen vergessen
Verlaufen nun her unmöglich
Denn jeder Weg führt zum Ziel
Jeder Weg ist ein Weg ins Vertraute
Wir sind vereint

Gedichte
1. März 2010

Hoffnungstropfen

Glas mit StrohhalmErschöpfung drückt
Ein Drang allseits bestimmend
Nicht zu verdursten
Nicht unter der Last der Sonne
Zu Grunde zu gehen

Letzte Hoffnungstropfen
Übrig geblieben von der großen Flut
Versammelt in einem Glas
Einem großen Behälter
Ehemals Liter umfassend
Spiegeln die Rettung wieder

Ein Strohhalm
Aus dem Glas ragend
Bietet halt in den Winden
Zeig den Weg zu den Rettenden
Zum Ausweg aus der Durstigkeit
Und der stechenden Hitze

Doch zu lange wartend
Führt er nicht mehr zum Wasser
Sondern in die Leere
Wird ein Sog in den Abgrund
In dem statt Hoffnung,
denn sie ist längst verdunstet
Pure Hoffnungslosigkeit wartet
Und weniger später der Tod