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Autoren Archiv
Gedichte
20. Februar 2012

Schwamm

SchwammIch sauge mich voll
Nehme alles in mir auf
Was sich in der Welt verteilt
Was von deinen Augen auf mich tropft

Wenn ich gebraucht werde,
Bin ich zu Stell
Um die Welt zu säubern
Das Geschehene wegzuwischen

Manchmal bin ich jedoch selbst schwerfällig
Mein Kopf von alle dem so ausgefüllt
Dass ich von dir gedrückt werden muss
Um den ganzen Schmutz zu entleeren

Erst danach bin ich wieder ganz da
Für dich und alle anderen
Für Kummer und Klagen
Jedes Mal

Gedichte
13. Februar 2012

Verloren

SchlüsselEin Tag ist vergangen
Ein Tag seitdem ich dich verloren habe
Seitdem du nicht mehr da bist
Du bist einfach weg
Unauffindbar

Ich habe dich verloren
Am gestrigen Tage
Wann genau weiße ich nicht
Ich hatte zu viel zu tun
Zu viel zu behalten

Seitdem du weg bist
Sind alle Türen verschlossen
Die vorher offenstanden
Der Einlass ist mir verwehrt
Ich werde abgewiesen

Ich bin ratlos
Ich hatte doch viel zu tun
Warum habe ich nicht besser aufgepasst?
Dich nicht besser verstaut
Warum nicht?

Dann würde ich jetzt nicht warten
Vor verschlossener Tür stehen
Frieren in eisiger Kälte
Und auf den Schlüsseldienst warten
Selbst schuld

Gedichte
6. Februar 2012

Reise

KofferDie Koffer gepackt
Alles Wichtige vergurtet
Verstaut für die Reise
Weg von hier in die Ferne
Aus dem verkühlten Alltäglichen
Ins wollige Sonnenparadies

Blitze begleiten den nahenden Abschied
Regen prasselt nieder
Flutet die Situation
Schwimmt Vergangenes hinaus
Reißt mich mit
Drückt mich hinaus

Durch die geöffnete Tür
Mit aller Wucht und Kraft
Der Sonne entgegen
Fort von dir
Lebe wohl
Willkommen Urlaub

No One Night Kill
30. Januar 2012

No One Night Kill #1

“No One Night Kill #1″ ist der erste Teil der Fortsetzungsgeschichte D mit dem Arbeitstitel “No One Night Kill”.
Waschmaschinen „Was machst du hier?“ fragte er sie, während sein bester Freund sie von oben bis unten musterte. Er fuhr fort und schien gar nicht darauf zu warten, dass sie ihm eine Antwort lieferte. „Du scheinst hier neu zu sein. Ich sehe so etwas direkt auf den ersten Blick. Du siehst verschreckt aus. Wir tun dir nichts. Zumindest noch nicht. “ entgegnete er ihr. Sein bester Freund steckte im selben Moment sein Messer wieder in die vorgesehene Schnalle an seinem Ledergürtel. „Siehst du. Raphael packt es schon weg. Keine Gefahr. Woher kommst du?“. Bernadette bekam kein Wort hinaus, sah verschüchtert nach unten, dann zu dem Messer. Wo war sie hier gelandet? Würden ihre mutmaßlichen Mörder noch einen kleinen Small Talk führen, ehe sie von unten bis oben zerschlitzen würden?

Je mehr sie nachdachte, desto fester zementierten sich ihre Füße an der Stelle. Gleich musste sie daran glauben. Das wusste sie, als sie Raphael wieder mit seinem Messer spielen sah. Gleich würde er mit ihr spielen. Sie zuvor vergewaltigen und dann würde er sie umbringen. Wenn sie jetzt Widerstand leistete, wäre das Drama wahrscheinlich noch schlimmer. Mit „Hallo? Ich rede mit dir.“ wurde ihr Gang durch die Gedanken jeher gestoppt. „Wir werden dich jetzt noch nicht umbringen. Erst, wenn wir dich besser kennen. Wir stehen nicht so auf One Night Kills. Töten ohne Hintergrund. Wir wollen unsere Opfer kennenlernen. Eine Beziehung aufbauen und dann, wenn sich die Person in Sicherheit wiegt, eiskalt zuschlagen. Sozusagen eine wörtliche Trennung. Aber bisher weiß ich nicht mal, wie du heißt, woher du kommst. Also brauchst du dir bisher keine Sorgen machen.“ versuchte er sie zu beruhigen und ihre Worte wieder zu finden. „Erst wenn du mit mir freiwillig im Bett liegst, musst du dir Sorgen machen. Denn dann hat dein letztes Stündchen geschlagen. Dann wirst du schachmatt gesetzt. Dann werde ich dich mit meiner Liebe vergiften.“ Sie zuckte zusammen, seine Auflockerung der Situation schien nichts zu bewirken, es eher zu verschlimmern. Bernadette war den Tränen nah, doch nicht nur ihre Beine waren gelähmt, auch ihr Gesicht zeigte keine Regung mehr. Antonios Humor ließ sie kalt. Sie zitterte. „Antonio hat manchmal einen komischen Humor. Mach dir nichts daraus. Er tut dir nichts. Auch ich nicht“ rief ihr Raphael zu und streichelte unterdessen sein Messer. Sie glaubte ihnen nicht, gleich würde er ihre Beine streicheln und dann. Sie wollte es sich gar nicht weiter ausmalen, ihre Vorstellungen nur skizzenhaft bleiben lassen. Sie wollte kein blutverschmiertes Gemälde werden. Das stand fest, aber warum lief sie dann nicht fort. Es wäre sinnlos. Sie würden ihr ehe folgen. Sie waren zu zweit, sportlich und ihr körperlich überlegen. Sie hatte ehe keine Chance. Und ihre Energie bräuchte sie noch, wenn sich ihr eine gute Fluchtmöglichkeit böte. Wenn beide abgelenkt sind und sie nicht den alleinigen Fokus ihrer Aufmerksamkeit darstellte. Wenn sie nicht auf ihre Oberweite starren. Den ganzen Beitrag lesen »