HändeIch lausche
Höre genau hin
Hellhörig und Vollauf
Doch ich höre nichts mehr
Nichts mehr, was ich kenne
Nur Fremdes
Fremdes aus bekannten Gesichtern
Ich begreife nicht

Ich Vergleiche
Das Jetzige mit dem Damals
Versuche zu erkennen
Was früher kennzeichnend war
Und heute fehlt
Doch ich finde nichts vertrautes
Die Gesichter sind die gleichen
Hinter ihnen hat sich alles verwandelt
Sie sind Fassade und maskiert
Haben ihr Antlitz gewahrt
Aber ihren Kern verloren

Ich starre in die Ferne
Versuche die Nähe zurückholen
Doch die Zeit ist zu weit gefahren
Und ein Umkehren schier unmöglich
Wenn man den Weg nicht kennt
Und sich sonst nur verlaufen würde

Ich versuche es zu begreifen
Was passiert ist
Wie es dazu gekommen ist
Doch niemand versteht mich
Niemand kennt den Weg
Und ich verstehe sie nicht
Sie sind fremd