Ich blättere die Seite
Um das Kommende zu erfahren
Das, was lauert auf den Sprossen
Den Sprossen in den Himmel
Die von der Erde weit hinausreichen
Ich will alles wissen
Ich will hoch hinaus
Nicht in seichten Wässern verbleiben
Sondern den Duft der Weite riechen
Umdrehen kann ich später noch
Wenn mir in hohe Lagen schwindelig
Die Situation eskaliert
Ruhe wieder herrschen muss
Doch noch bin ich weit unten
Noch nicht viele Meter weit
Und begierig nach oben
Ich blättere, ich klettere
Mit jedem Sprosse
Mit jeder Seite
Steigt die Weite
Steigt die Spannung
Die mich weiter nach oben zieht
Wie ein Gedankenmagnet
Bald erreiche ich Höhen
Die ich mir vorher nie erträumt habe
Mich zittern lassen vor Anspannung
Ich trau mich kaum weiter einzutauchen
Was wird mich erwarten?
Nur noch wenige Augenblicke
Was wird passieren?
Ein Schuss
Jemand wurde angeschossen
Plötzlich tot
Ich kann mich nicht mehr halten
Die Leiter wird zur Rutschpartie
Ich falle nach unten
Und schließe das Buch

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