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2010
Gedichte
22. November 2010

Der Sinn

SinnHorizont entflieht
Entrast den Tatsachen
Unschärft die Welt
Jeder Moment entzweit
Rastlos, Taktlos, Geschwind

Vögel kreiseln wild zu Boden
Der Himmel entleert
Der Boden schwarz
Und die Ohren voller Gejaule
Der schockierten Hunde

Menschen rennen gegen Wände
Um Stabilität zu bekommen
Im Wanken des Tages
Und der Gezeiten
Den Fragen, die bewegen

Was wird als nächstes passieren?
Was ist der Sinn hinter allem?
Und hat das alles ein Ende?

Doch niemand weiß eine Antwort
Alle scheinen, wie betäubt
Von den Dingen, die sie nicht verstehen
So sehr sie auch wollen

Gedichte
8. November 2010

Telefongesang

Das Telefon singt
Erst leise, dann laut
Summt es in mein Ohr
Stundenlang

Bin nicht mehr zu erreichen
Meine Gedanken besetzt
Kann nicht mehr teilnehmen
Bin fasziniert
Diese Stimme
Welch ein Klang
Was für ein Telefonat
Kein Gedudel

Möchte auflegen
Doch bringt es nichts
Jede Wahl führt zurück
Wiederholt

Die eine Nummer
Ich horche
Gebannt und Endlos
Bis uns der Akku trennt
Und mein Telefon verstummt

Gedichte
1. November 2010

Gedankenhorizont

HorizontAugen drehen sich
Versuchen zu fixieren
Zu konzentrieren
Umzublicken
Mal hier zu sein
Mal dort zu sein

Weite rückt in die Nähe
Nähe in die Ferne
Die Sicht scheint unendlich
Wird nur von Gedanken begrenzt
Welche den Blick rahmen
Fragmente betonen

Nur ein Augenblick weiter
Hinz eine Sekunde mehr
Verwische ich das Vorherige
Mitsamt seiner Umwelt
Altes weicht langsam Neuem

Erst wenn ich sie wieder öffne
Die Augen weit aufmache
Verschwindet alles
Die weite Welt löst sich auf
Nun begrenzt der Horizont die Sicht
Nicht mehr ich
Und alles ist fern

Lose Gedanken
25. Oktober 2010

Unvollendet und Unveröffentlicht #5

Zerrissene Zettel

Im Rahmen der Fortsetzungsgeschichte A ist diese nicht ganz ernst gemeinte Fortsetzung bzw. Variation von “Wiese und Nichtwissen” entstanden.

Druck der Niederlage
„Was machst du denn hier? Hast du verirrt?“ fragte sie mich, während sie meine linke Hand hielt und sie leicht streifte. „Du bist doch ganz schön weit weg von zu Hause. Soll ich dir helfen, wieder zurück zu finden?“ „Ja, Ich wohne…“ entgegnete ich ihr. Doch ehe ich es aussprechen konnte, hörte ich ein lautes Wummern, das mit jedem Augenblicke lauter wurde. Meine Ohren schmerzten und mein Mund wurde betäubt. Jegliche Laute wurden abgewiesen, ehe sie meinen Mund verließen. Sie sackte zusammen. Sie schien dem Druck nicht zu standhalten zu können. Es tat mir leid, wie sie wimmernd die Hände vor den Ohren haltend am Boden kauerte. Doch schnell sollte ich selber bemerken, was Druck bedeutet. Blasendruck. Ich musste schnell weg hier und nicht nur wegen des Lärmes. Ich musste zur Toilette. Da war sie eher ein Klotz am Bein und Mitleid fehl am Platz. Zudem drückten meine Ohren auch und sie musste sicherlich nicht auf Toilette. Also ging es mir schlechter, so dass ich um mein Leben rannte. Als ich weit entfernt war, öffnete ich meine Hose und lies den Dingen -wie sie nun mal sind – freien Lauf. Puh. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, weil auch das Wummern nur noch in der Ferne hallte und dann verstummte. Ich rannte zurück zu ihr. Doch als ich die Stelle erreicht hatte, war sie nicht mehr da. Verdammt.

10.02.2010

Weiterhin unvollendet und bis zu diesem Augenblick unveröffentlicht ist ein namenloses Gedichte.

Ohne Titel
Die Scheibe beginnt sich zu drehen
Erst langsam, dann immer schneller
Rotiert sie um ihre eigene Achse
Mit samt ihren Gästen

Kritik an der abenteuerlichen Fahrt
Nur Persönlich an den Fahrer
Sonst einfach den Mund halten
Und es genießen

21.06.2009

Gedichte
18. Oktober 2010

Kopfbombe

FeuerMein Kopf brummt
Droht zu explodieren
In seine Einzelteile zu springen
Augen blinken vor Anspannung
Denn die Sekunden ticken runter
Unaufhörlich neigt es sich dem Ende

Wie viel Zeit werde ich noch haben?
Ist es noch umkehrbar?
Kann ich noch entschärft werden?
Oder ist alles zu spät?
Droht das Ende?
Muss ich sterben?

Ich halte diesen Druck nicht mehr aus
Diese Ungewissheit
Das Blechern der Uhr in meinem Kopf
Ich schließe die Augen
Hoffe, dass es gleich vorbei ist
Während die Uhr unaufhörlich weiter tickt
Tickt und tickt und schmerzt