RegistrierenAnmeldenRSS-FeedTweetGoogle +
Januar
No One Night Kill
30. Januar 2012

No One Night Kill #1

“No One Night Kill #1″ ist der erste Teil der Fortsetzungsgeschichte D mit dem Arbeitstitel “No One Night Kill”.
Waschmaschinen „Was machst du hier?“ fragte er sie, während sein bester Freund sie von oben bis unten musterte. Er fuhr fort und schien gar nicht darauf zu warten, dass sie ihm eine Antwort lieferte. „Du scheinst hier neu zu sein. Ich sehe so etwas direkt auf den ersten Blick. Du siehst verschreckt aus. Wir tun dir nichts. Zumindest noch nicht. “ entgegnete er ihr. Sein bester Freund steckte im selben Moment sein Messer wieder in die vorgesehene Schnalle an seinem Ledergürtel. „Siehst du. Raphael packt es schon weg. Keine Gefahr. Woher kommst du?“. Bernadette bekam kein Wort hinaus, sah verschüchtert nach unten, dann zu dem Messer. Wo war sie hier gelandet? Würden ihre mutmaßlichen Mörder noch einen kleinen Small Talk führen, ehe sie von unten bis oben zerschlitzen würden?

Je mehr sie nachdachte, desto fester zementierten sich ihre Füße an der Stelle. Gleich musste sie daran glauben. Das wusste sie, als sie Raphael wieder mit seinem Messer spielen sah. Gleich würde er mit ihr spielen. Sie zuvor vergewaltigen und dann würde er sie umbringen. Wenn sie jetzt Widerstand leistete, wäre das Drama wahrscheinlich noch schlimmer. Mit „Hallo? Ich rede mit dir.“ wurde ihr Gang durch die Gedanken jeher gestoppt. „Wir werden dich jetzt noch nicht umbringen. Erst, wenn wir dich besser kennen. Wir stehen nicht so auf One Night Kills. Töten ohne Hintergrund. Wir wollen unsere Opfer kennenlernen. Eine Beziehung aufbauen und dann, wenn sich die Person in Sicherheit wiegt, eiskalt zuschlagen. Sozusagen eine wörtliche Trennung. Aber bisher weiß ich nicht mal, wie du heißt, woher du kommst. Also brauchst du dir bisher keine Sorgen machen.“ versuchte er sie zu beruhigen und ihre Worte wieder zu finden. „Erst wenn du mit mir freiwillig im Bett liegst, musst du dir Sorgen machen. Denn dann hat dein letztes Stündchen geschlagen. Dann wirst du schachmatt gesetzt. Dann werde ich dich mit meiner Liebe vergiften.“ Sie zuckte zusammen, seine Auflockerung der Situation schien nichts zu bewirken, es eher zu verschlimmern. Bernadette war den Tränen nah, doch nicht nur ihre Beine waren gelähmt, auch ihr Gesicht zeigte keine Regung mehr. Antonios Humor ließ sie kalt. Sie zitterte. „Antonio hat manchmal einen komischen Humor. Mach dir nichts daraus. Er tut dir nichts. Auch ich nicht“ rief ihr Raphael zu und streichelte unterdessen sein Messer. Sie glaubte ihnen nicht, gleich würde er ihre Beine streicheln und dann. Sie wollte es sich gar nicht weiter ausmalen, ihre Vorstellungen nur skizzenhaft bleiben lassen. Sie wollte kein blutverschmiertes Gemälde werden. Das stand fest, aber warum lief sie dann nicht fort. Es wäre sinnlos. Sie würden ihr ehe folgen. Sie waren zu zweit, sportlich und ihr körperlich überlegen. Sie hatte ehe keine Chance. Und ihre Energie bräuchte sie noch, wenn sich ihr eine gute Fluchtmöglichkeit böte. Wenn beide abgelenkt sind und sie nicht den alleinigen Fokus ihrer Aufmerksamkeit darstellte. Wenn sie nicht auf ihre Oberweite starren. Den ganzen Beitrag lesen »

Gedichte
16. Januar 2012

Schlichtung

Offene HandEr öffnet seine Hand
Lässt die Wut entweichen
Die sich hier drin gestaut hat
Das weitere Handeln gelähmt hat

Streitigkeiten, Zorn, Missverständnisse
Verdampfen und verpuffen
Heiße Luft entweicht
Kühle macht sich breit

Beruhigt die erhitzen Gemüter
Die bereits in Lauerstellung warteten
Den anderen nieder zu brennen
Der drohender Streit ist beendet

Geschichten
31. Januar 2011

Die letzte Nacht oder das Ende einer Geschichte

Er bekam keine Luft mehr. Er drohte zu ersticken. Jedes Happen nach Luft fiel ihm schwer, glich einem Marathonlauf. Er schlug wild um sich, geriet in Panik. Wie ist er nur in diese Situation gekommen? Gerade war noch alles in Ordnung und jetzt müsste er sterben. Sterben? Sterben wollte er noch nicht und wenn auch nicht so. Wenn wollte er cooler sterben. Vielleicht als Held? 100 Menschenleben retten und sein eigenes dafür opfern? Das wäre es gewesen. Aber jetzt drückte jemand ein Kissen in sein Gesicht, um ihn zum ewigen Schlafen zu nötigen. Bequem war was anderes. Und schöne Träume würde er danach ganz sicher nicht haben. Wenn er danach überhaupt noch etwas wahrnehmen würde als den Duft des Todes, der gerade in seine Nase wehte. Warum hatte er ihn nur so provoziert, dachte er sich, während er versuchte sich aus seiner misslichen Lage zu befreien. Jetzt müsste er zahlen – und das doppelt. Einmal mit seinem Geld – Er hat ihn beraubt. Und jetzt noch mit seinem Leben. Die unbestimmte Person drückte weiter zu. Immer fester klammerten die Hände das Kissen und pressten es in das Gesicht. Mit jeder Bewegung wurde das Vordergründige surrealer und geriet in den Hintergrund. Etwas Neues nahm seinen Platz ein. Das Hotelzimmer wich einer Wüste mit einem Brunnen aus Milch als rettende Oase. Das Kissen, welches gerade noch drückend, aber weich war, wurde hart wie ein Stein, zertrümmerte seinen Kopf und zerstreute den Inhalt in alle Weite. Er spürte wie seine Gedanken im Wind der Wüste wie Sandkörner in alle Weiten davonwehten. Vogel Er fühlte sich frei und losgelöst von diesem Ort. Was sein Angreifer just in diesem Moment im Hotelzimmer mit ihm anstellte interessierte ihn nicht mehr. Ob er überleben würde, wurde zweitrangig, verglichen mit dem, was ihm jetzt wiederfuhr. Nichts schien mehr zu begrenzen in seiner neuen Welt. Nicht mal mehr sein eigener Körper, den er nicht mehr spürte. Und obwohl die Umgebung immer trostloser wurde, der Brunnen versiegte und der Wind schwächer wurde, gefiel ihm dieser Zustand immer mehr, weshalb er schlussendlich aufhörte gegen seinen Widersacher anzukämpfen. Er sah keinen Sinn mehr darin. Er lebte jetzt hier und nicht mehr dort. Als ihm bewusst wurde, dass er jetzt starb und er doch nicht sterben wollte, war es bereits zu spät. Die Nacht war bereits eingebrochen und hatte die Sonne ausgelöscht. Alles wurde dunkel und kalt. Er schließt seine Augen unter dem Kissen zum letzten Mal und der Angreifer verlässt erfüllt das Zimmer.