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Mai
No One Night Kill
28. Mai 2012

No One Night Kill #2

“No One Night Kill #2″ ist der zweite Teil der Fortsetzungsgeschichte D mit dem Arbeitstitel “No One Night Kill”.

[Fortsetzung von No One Night Kill #1]

PiratenflageBernadette wusste nicht, was sie denken sollte. Sollte nun ein feuchtfröhlicher Abend folgen und sie würde schlimmstenfalls verkatert am nächsten Morgen aufwachen oder hatte nun ihre letzte Stunde begonnen? Ihr letzter Abend auf dieser Welt. Würde sie morgen gar nicht mehr aufwachen. Wäre sie morgen tot? Ermordet? Eiskalt? Während ihre Gedanken ausfransten und sich in alle Richtungen wendeten, war ihr Gang umso gradliniger. Fast automatisiert folgte sie Antonio und Raphael dem spärlich beleuchteten Gang ins Innere des Establishments, so als wenn sie genau wüsste, was sie tat. So als wenn sie hier schon einmal gewesen wäre. So als wenn sie Stammgast hier wäre. Das war sie jedoch nicht. Sie war hier noch nie. Wo war sie hier nur gelandet?

In einer Wäscherei zumindest nicht. Der mit schwerem Holz verkleidete dunkle Gang, welcher leicht abfiel, erinnerte sie mehr an die Kneipe, in der letztens eine Razzia stattgefunden hatte. Die Kneipe, in der ihre Oma vor ein paar Jahren ihren 70. Jährigen gefeiert hatte und in der wenige Zeit darauf im Getränkekeller illegale Zuwanderer aus Kasachstan entdeckt worden waren. Danach musste der Lerchenkeller schließen und das Gebäude wurde seinem langsamen Verfall überlassen. Renoviert wurde auch hier schon länger nicht mehr, dachte sie. Das Licht, welches zu beiden Seiten den Weg säumte, flackerte leicht, so schien es ihr. Die Lampen müssten festgezurrt oder ausgetauscht werden. Die Holzverkleidung hatte ihre besten Zeiten auch schon hinter sich. Aber vielleicht wollte man so einfach unerwünschte Gäste abschrecken. Vielleicht waren auch einfach nur ihre Augen schuld, die langsamer als sonst blinzelten und mit ihren feuchten Händen Eingeweihten verdeutlichten, dass sie beileibe nicht routiniert und entspannt den Gang entlang schlenderte, sondern Angst hatte. Sich Gedanken darüber machte über das, was ihr bevorstand und hinter der Tür blühen würde. Bernadette versuchte sich abermals zu beruhigen. Tief durchzuatmen. Sich einzureden, dass ihre Gedanken Amok laufen und ihr nichts passiert. Sie jetzt einfach nur etwas trinken und etwas Spaß haben würde. Das Schwert und auch der Gang einfach nur Dekoration wären. Ja, dass sie in Disneyland wäre und sie jetzt einen Rum in Captain Sparows Piratenhöhle trinken würde und alles um ihr herum nur Requisiten wären. Gegenstände, welche den Leuten etwas Angst einjagen sollen. Nur Show. Nur Mittel, um eine authentischen Stimmung zu erzielen. Nur Plastik. Doch Raphaels Messer war nicht aus biegbarem Plastik. Das Messer an Raphaels Hose war echt und aus glänzendem Metall. Sie zitterte erneut. Nach zwei Minuten ihr endlos erscheinen Augenblicken erreichten sie die Tür zum Hauptraum, an der ein ca. 1,9 Meter großer recht stabiler Mann die drei kurz musterte und dann ins Scar durchwinkte. „Nun, wir haben wir es geschafft. Das Scars. Mademoiselle. Kommen Sie herein. In die Bar der Freude und des guten Alkohols. Des Fun, Fun, Fun“ grölte Antonio, der bemerkte, dass Bernadette angespannt und mit den Gedanken woanders war. Doch seine Bemühungen bewirkten nur oberflächlich eine Entspannung. Bernadette lachte zwar, aber viel mehr dachte sie an den Galgen, an dem sie heuer gehisst werden würde. Dem Galgen in der Piratenhöhle. Dann öffnete Antonio die schwarze behäbige Holztür und Bernadette war überrascht, was sich ihr zeigte.

Fortsetzung

Gedichte
21. Mai 2012

Gedankenstrudel

Mengen an Weiß verschwimmen
Ziehen mich in ihr Gemeng
In einen Wirbel der Fantasie
Hinfort aus dem Alltäglichen

Zeilen werden gezogen
Um Halt zu liefern
Die Gedanken zu sammeln
Die in den Strudel stürzen

Der mich von meinem Platz hier
An ferne magische Orte ziehen
In einer Zeitreise um die Welt
Und darüber hinaus

Der Ausflug wird nur begrenzt
Von der Geschwindigkeit der Gedanken
Erst wenn sie abbremsen
Findet der Weg langsam zurück ins Traute

Gedichte
14. Mai 2012

Repeat

PlayWorte stocken
Stimmen leiern
Wirken ausgetauscht
Wie Demoliert

Die Repeattaste fest eingerastet
Um zurück zum Anfang zu spulen
Zu einem schönen Lied
Die Balladen überspringen

Sekunden drehen schnell
Klaviere klimpern hell
Die Mienen verzieren
Zu einem Lächeln zurück

Als der Anfang des Ganzes ertönt
Ein Lied der Liebe
Im Takt des Herzschlages
Schnell und pulsierend

Gedichte
7. Mai 2012

Angriffsturm

Baum im SturmDeine Augen bluten
Das Offenbare schwindet
Prallt schmetternd zu Boden
Wie Regen im brausenden Sturm

Du beginnst zu wanken
Dann stürzt du zu Bett
Wie ein sich lösender Baum
Der von einem Blitz getroffen wurde

Du wurdest angegriffen
In einem bitteren Gefecht
Ums Gestern, das Jetzt und den Morgen
Unerwartet urplötzlich

Und hast verloren