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November
Lose Gedanken
28. November 2011

Lose Gedanken #3

Unter Lose Gedanken werden in loser Folge bisher unveröffentlichte oder unvollendete Gedanken veröffentlicht. Aber auch Erstentwürfe zu schon veröffentlichen Gedanken finden hier ihren Platz.
Überschriften

Der Mond (Erste Fassung von Mondschwärmer)

Ich fliege zu dir
Immer ein Stücken näher
Mit jeden Flügelschlag
Bald hab ich dich erreicht
Dann bist du nicht mehr fern
Leuchtest hell und klar
Deine Anziehungskräfte ziehen mich an
Bewegen Wassermaßen auf der Welt
Tagtäglich
Aber auch mich, wenn ich zu dir reise
Du sorgst für die Stabilität im Umlauf des lebens
Ohne dich würde die Welt untergehen
Ohne dich hätte ich keine Orientierung
Alles wäre dunkel

03.07.2011

Herbstfall (Erste Fassung von Herbstfall)

Verdorrt die Blätter
Die Pracht der Jahre
Verschwunden
Letzte Reste verbleiben
Die jedoch im Dampf der Sonne
Allmählich mitgehend vertrocknen
Der Grund kalt und trocken
Lange nicht mehr gegossen
Dahin geschieden

26.06.2011

Schlag (Erste Fassung von Schlag)

Zieh den Stecker
Es droht ein Kurzschluss
Ein Lebensschock
Das Ende allem

Schock
Es durchfährt mich
Von Fuß bis Kopf
Ich zittere

Will es beenden
Doch es gelingt nicht
Die Spannung zu stark
Der Wille zu gering

04.07.2010

Gedichte
21. November 2011

Mondschwärmer

MondDie Nacht wacht auf
Ich beginne zu schlagen
Eine neue Reise anzubrechen
Ich flattere umher
Getragen von deinem Licht
Du leuchtest hell und klar

Ich fliege zu dir
Immer ein Stücken näher
Mit jeden Flügelschlag
Erreich ich steilere Höhen
Bald hab ich dich erreicht
Dann bist du nicht mehr fern

Deine Anziehungskräfte ziehen mich an
Bewegen Wassermaßen auf der Welt
Treiben mich auf meiner Nachtreise an
Du sorgst für die Orientierung im Leben
Bist der Kompass, der mir den Weg zeigt
Den Weg in dein Himmelreich

Ohne dich wäre die Nacht dunkel
Ohne dich würde die Welt untergehen
Denn du hältst sie in den Angeln
Im Jahresumlauf der Gezeiten
Und würde orientierungslos zu Boden kreiseln
Bis die Nacht mich auffrisst

Gedichte
14. November 2011

Acht

AchterbahnDie Augen aufgedreht
Bis zum Anschlag
Dem Maximum
Des Ganzen
Der Schmerzgrenze
Aus dem Kopf stechend
Gedanken rasend
Illusionierend
Zerschmetternd
Unmittelbar
Gebahnt
Erwartend
Tickend
Die Sicht klirrend
Gegen den Boden schlagend
Brummend
Überschlagend
Stürzend
Drückend
Schnell
Ein Ruck
Plötzlich kehrt wieder Ruhe ein
Die Bügel lösen sich
Die Fahrt ist zu Ende
Ich verlasse den Sitz
Torkelnd
Springend
Wow

Gedichte
7. November 2011

Herbstfall

HerbstDeine Blüte weint
Trübes Wasser tropft herab
In den trockenen Grund
Des verzehrten Sommers

Du schaust herab
Zu deinen Wurzeln
Welche sich lösen
Deinen Halt lockern

Winde zerren an deinem Stand
An deiner früheren Festigkeit
Lange hältst du nicht mehr stand
Beim nächsten Sturm knickst du um

Fällst in dich zusammen
Nimmst alles mit
Was sich die Monate auf dir versammelt hat
Und Begräbst es im Staub des Vergehens

Lebe wohl

Lose Gedanken
29. November 2010

Unvollendet und Unveröffentlicht #6

Die Augen
Hastig schritt ich zum Kiosk des Bahnhofs. Vorbei an vielen Gesichtern und Menschen, die genauso schnell wie sie kamen auch wieder verschwanden. Millionen Gesichter zogen an mir vorbei. Es schien mir nicht real – fast wie ein Traum, der nie zu Ende geht. Doch dann erblickte ich für den Bruchteil einer Sekunde zwei braune Augen, Pupillen und Lider. Als mich jedoch umsah und mehr erhaschen wollte, waren die Augen schon wieder in weite Ferne gerückt. Wem sie gehörten? Wer hinter diesen steckte? Ob sogar mein Lebensglück gerade an mir vorbeigegangen war? Wiewohl war die Wahrscheinlichkeit die Augen noch einmal zu sehen? Unerwartet fand ich einen zusammen geknüllten Zettel auf dem Gehweg, der alle Fragen mit einem Schlag beantworten sollte:

Vorbei, verweht, nie wieder….

16.12.2003

PapageiHelp
Er leiert
Wiederholt ständig Dinge,
die er zuvor in mühsamer Kleinarbeit
etliche Male durchgearbeitet hat
Wie ein Papagei auf Drogen

Doch fliegen kann er nicht
Denn er wurde festgebunden,
damit er nicht flieht
und mit seinen Flügen um sich schlägt

Sein Blick versucht in die Ferne zu greifen
Doch am Gitter werden seine Blicke
Von zornigen Zähne fletschenden Bulldogen abgewehrt
Sie machen ihm Angst

Er will um Hilfe schreien
Doch er findet keine Worte
Im Hintergrund spielt ein Lied
Es leiert und er singt mit
Help – I need somebody

07.05.2009

Ohne Titel
Die ersten verlassen die Wogen
Fliehen aus eiserner Kraft
Himmelwärts gen Süden
Eilig fort

Manche verbleiben
Wartend auf das Kommende
Eisige Kälte und karge Nächte
Die bereits in der Luft liegen

Kalter Atem macht sich breit
Und betäubt das Denken
Alles fällt in die Tiefe
Farben bluten aus

11.02.2010

Gedichte
22. November 2010

Der Sinn

SinnHorizont entflieht
Entrast den Tatsachen
Unschärft die Welt
Jeder Moment entzweit
Rastlos, Taktlos, Geschwind

Vögel kreiseln wild zu Boden
Der Himmel entleert
Der Boden schwarz
Und die Ohren voller Gejaule
Der schockierten Hunde

Menschen rennen gegen Wände
Um Stabilität zu bekommen
Im Wanken des Tages
Und der Gezeiten
Den Fragen, die bewegen

Was wird als nächstes passieren?
Was ist der Sinn hinter allem?
Und hat das alles ein Ende?

Doch niemand weiß eine Antwort
Alle scheinen, wie betäubt
Von den Dingen, die sie nicht verstehen
So sehr sie auch wollen